Remote Leadership – Ein virtueller Entwicklungspfad für Führungskräfte

Remote Leadership

Bringen Sie Ihre Remote Leadership Skills auf den nächsten Level

Die Veranstaltung mit Start am 03.11.2020 ist ausgebucht! Wenn Sie auf die Warteliste möchten oder Interesse am nächsten Durchlauf haben, schreiben Sie mir bitte eine kurze Nachricht >>

Virtuelle Zusammenarbeit ist seit vielen Jahren auf dem Vormarsch, aber mit der jüngsten globalen Gesundheitskrise wurden viele von uns über Nacht dazu gezwungen, ihren Arbeitsplatz ins Home-Office zu verlegen. Inzwischen haben wir alle das ein oder andere über das Führen von Remote Teams gelernt. Aber haben wir bereits die bestmögliche und für alle zufriedenstellende Form der Zusammenarbeit gefunden? Oder könnte Ihr Team gemeinsam noch bessere Ergebnisse erzielen? Wie können Sie als Führungskraft eine stärkere Zusammenarbeit, eine bessere Kommunikation und ein höheres Maß an Vertrauen in Ihr Remote-Team unterstützen?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auf, dass in den meisten Teams noch Spielraum ist:

Als Antwort auf die außergewöhnlichen Veränderungen im Arbeitsleben biete ich in Kooperation mit TalentMiles ein praktikables, forschungsbasiertes digitales Programm zur Entwicklung von Remote Leadership Skills an.

Melden Sie sich gleich hier an für den 3. November >>

Das vierwöchige Programm vereint Aktivitäten, die Sie mit Ihrem Team durchführen können, inspirierendes Material, um Ihr Verständnis für Remote Führung zu vertiefen, und eine Online-Community gleichgesinnter Führungskräfte, mit denen Sie in den Gedankenaustauschen gehen können.

Was ist Ihr Nutzen?

  • Sie werden herausfinden, wie Sie effektivere Interaktion und Kommunikation in Ihrem Remote-Team etablieren können
  • Sie schaffen eine bessere Feedback-Kultur als Grundlage für mehr Innovation und persönliche Entwicklung in Ihrem Remote-Team
  • Sie werden ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl und Vertrauen in Ihr Remote-Team erreichen

Die Rahmenbedingungen

Dauer: 4 Wochen
Zeitliche Investition: ca. 3 Std/ Woche

Gehen Sie mit an den Start!

  1. Melden Sie sich bis zum 27. Oktober an. Das Programm startet am 03. November 2020
  2. Nehmen Sie am Starttreffen am 03. November teil. Teilen Sie Erfahrungen und setzen Sie sich Ziele für Ihre Lernreise zusammen mit anderen Führungskräften in Ihrer Online-Peer-Gruppe.
  3. Ab dem 03. November erhalten Sie vollen Zugriff auf die TalentMiles App, in der Sie alle Lernressourcen dieses  Programms finden
  4. Setzen Sie die inspirierenden Aktivitäten zusammen mit Ihrem Team um, verankern Sie die Erkenntnisse direkt in Ihrer täglichen Arbeit

Das erwartet Sie inhaltlich

  1. 6 Hands-on, forschungsbasierte Aktivitäten, um Ihre Remote-Führungskompetenzen auf den nächsten Level zu bringen – einige davon in direkter Interaktion mit Ihrem Team
  2. Persönliche Unterstützung durch mich als TalentMiles‘ Lerncoach und durch die TalentMiles App
  3. Zusätzlich diverse Tools, Lesestoff und Videos, um Ihr Verständnis von Remote Leadership – auch über das Programm hinaus – zu vertiefen (einige Quellen sind in englischer Sprache)
  4. Wir haben drei moderierte online Meetings mit anderen Teilnehmenden bei denen Sie die Gelegenheit haben, sich über Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen, und sich durch Best Practice zu Remote Leadership inspirieren zu lassen
  5. Wir verwenden neben der TalentMiles App das Videokonferenz-Tool Zoom. Sie haben so die Möglichkeit, überall in der Welt teilzunehmen.

Melde Sie sich gleich hier an für den 3. November >>
Ihre Investition beträgt 490€ inkl. MwSt.. Der Frühbucherpreis bis zum 25. September 2020 beträgt 430€ inkl. MwSt.

Sofern Sie Interesse haben, das Programm als Inhouse-Veranstaltung für mehrere Teilnehmer*innen anzubieten, sprechen Sie mich gerne an, auch das ist selbstverständlich möglich!

 

5 Tipps: Online-Veranstaltungen souverän und gelassen meistern

Online-Veranstaltungen

Fünf Tipps: Online-Veranstaltungen souverän und gelassen meistern

Der Corona-Virus hat im Berufsleben das beschleunigt, was zuvor teilweise nur zögerlich praktiziert wurde – Wir treffen uns online, um gemeinsam zu tüfteln, zu entscheiden, zu planen, zu steuern, zu lernen. Zu zweit, zu zwanzig, mit tausendenden: Online-Konferenzen, Online-Besprechungen, Webinare, Online-Coaching haben Hochkonjunktur. Alle, mit denen ich spreche berichten einhellig: „Es ist anstrengend!“. Dabei sitzen wir doch gemütlich im Homeoffice, schlürfen unseren Tee, müssen uns nicht mehr jeden Tag durch Staus quälen, um an unseren Arbeitsort zu kommen und können uns doch praktisch 24/7 erreichen. Jede Kundin, jeder Kunde, jede Kollegin, jeder Kollege mit denen ich in den vergangenen Wochen sprach, wunderte sich wie „platt“ sie am Ende eines Tages voll von Videocalls waren. „Ich liege um 22:00 im Bett“ berichten sogar eingefleischte Nachteulen.

Ich selbst habe viele Erfahrungen machen könne mit Videokonferenzen und Coachings – auch schon vor März 2020. Ich sehe darin diverse Vorteile – wenn z.B. Coachees aus anderen Städten ohne Anreise mit mir ins Gespräch kommen können. Zugleich merke auch ich, dass es Disziplin und Gelassenheit gleichermaßen braucht, um bei dem hohen Maß an virtueller Kommunikation weiterhin gesund und munter zu bleiben. Ich könnte nun ca. 3.000 Tipps geben, worauf ihr achten könntet… Ich fange einfach mal mit fünf an von denen ich überzeugt bin, sie kommen zwar trivial daher, helfen allerdings enorm:

1. Für jedes Online-Meeting sollte klar sein, was das Ziel ist

Im Change-Management sagen wir immer: „denkt von der Wirkung her!“. Also wollt ihr beispielsweise informieren, wollt ihr die Leute beruhigen oder zur Mitwirkung begeistern? Je klarer das ist, desto besser könnt ihr die Inhalte und den Verlauf der Veranstaltung darauf aufbauen. Ein Beispiel: Ich habe für den VDI eine Online-Veranstaltung zum Thema „Online-Veranstaltungen erfolgreich organisieren und moderieren“ durchgeführt. Unser Ziel war: Hürden und Vorbehalte abbauen, Inspiration und hilfreiche Handreichungen geben und für die Online-Formate begeistern. Dazu haben wir ganz praktische Erfahrungen, Tipps und Handwerkszeug vermittelt und die Veranstaltung so gebaut, dass die Teilnehmenden erleben konnten, wie Netzwerken und Interaktion auch online funktioniert. 2 Tage später bekam ich eine Anfrage, ob Teile unserer Folien verwendet werden dürfen. Ja! Klar! „Inspiration und Hilfreiche Handreichungen geben“ hat schon mal funktioniert!

2. Input und Interaktion im Wechsel

Schon bei der Vorbereitung einer Veranstaltung solltet ihr Möglichkeiten mit eindenken, um miteinander in Interaktion zu gehen, also Gespräche zu ermöglichen. Es ist ja mal ganz schön, einen spannenden TedTalk zu hören, aber ehrlich gesagt sind die wenigsten Online-Veranstaltungen und Meetings so spannend, dass man sich stundenlange Monologe anhören möchte. Denn das zieht Energie, und ein Gefühl von „Disconnection“ wird übermächtig. Deshalb überlegt euch, wie ihr die Teilnehmenden zur Interaktion herausfordern könnt, beispielsweise durch eine Umfrage mit anschließender Diskussion über das Ergebnis oder den begleitenden Chat. Wir halten es beispielsweise bei vielen Teilnehmenden so, dass wir im Chat die Fragen eine Weile sammeln und an Zwischenstopps dann gebündelt darauf eingehen und dann ggf. auch gezielt Rückfragen stellen und in den Live-Austausch gehen. Und wer jetzt sagt „Bei unseren Teammeetings bin ich als Chef*in die/ der Alleinunterhalter*in“ dem sage ich: es ist an Dir, das zu ändern!

3. Check-In und Check-Out sind Gold wert

Wollt ihr in einer guten Atmosphäre eine Veranstaltung durchführen und ein Klima schaffen, in dem die Teilnehmenden in Austausch gehen, vielleicht sogar kreativ werden, solltet ihr einen Check-In machen: das kann beispielsweise eine Verortung zur aktuellen Stimmung sein oder wie sie zu dem Thema stehen oder sogar eine gemeinsame Schweigeminute. Gerade bei unbekannten Teilnehmenden ist auch eine kurze Breakout-Session hilfreich, bei der man sich in kleiner Runde „beschnuppern“ kann. Ich habe selbst schon oft gemerkt, wie das beim mir Berührungsängste abbaut oder mich wirklich in der Veranstaltung ankommen lässt. Eine visuelle unterstützung kann dabei hilfreich sein:

Und wenn ihr dann durch seid, vergesst nicht, Feedback einzuholen. Da uns im virtuellen Raum einige Eindrücke nur teilweise, manche ganz „abgeschnitten“ sind, könnte es sein, dass dein Selbstbild und das Fremdbild weit auseinanderklaffen. Während Du selbst denkst „naja, war nicht so doll“, kann die Resonanz bei den Teilnehmenden ganz anders aussehen. Ich weiß selbst, dass ich bei einer meiner ersten Online-Veranstaltung mit ca. 60 Personen kein Gefühl dafür hatte, wie unser Angebot mit den Erwartungen der Teilnehmenden „matchte“. Mit Herzklopfen blendete ich eine Feedback-Folie ein und war erleichtert nun einen Anhaltspunkt zu haben, wie es angekommen ist. Feedback ist immer eine Möglichkeit, sich selbst und ein Veranstaltungsformat weiterzuentwickeln. Egal, ob es um eine regelmäßige Teamsitzung oder eine Aufsichtsratssitzung handelt. Vertut euch das nicht, wir befinden uns gerade alle auf einem großen Lernfeld!

4. Visualisieren, visualisieren, visualisieren

Schon in Präsenzveranstaltungen verflüchtigt sich so mancher wertvolle Beitrag, wenn er nicht niedergeschrieben wird. Im virtuellen Raum geht das noch schneller und es droht die Gefahr, sich im Kreis zu drehen. Nutzt die Möglichkeiten des Screen Sharing oder von gemeinsamen Whiteboards oder den Chat etc. Selbst ein einfaches Word-Dokument, in dem ein Teilnehmender die Gedanken mitskizziert kann dazu beitragen, dass sich nicht alles verflüchtigt und ihr zu Ergebnissen kommt. Alles was skizziert oder aufgeschrieben wird, kann üblicher Weise auch gespeichert und damit weiter verwertet werden. Und wenn ihr eine Message zu vermitteln habt, machen vielleicht auch in einer Teamsitzung 2-3 geteilte PowerPoint-Folien Sinn, um sich daran abzuarbeiten

5. Pausen machen

Last but not least. Pausen sind unerlässlich und tragen dazu bei, dass ihr bei Sinnen und Gelassenheit bleibt! Während ihr im „analogen“ Alltag wenigstens mal von einem Konferenzraum zum anderen laufen könnt, fällt das zumindest im Homeoffice-Alltag weg. Bewegung trägt allerdings dazu bei, Stress abzubauen! Pausen abseits vom PC braucht es, um die Augen und den gesamten Körper zu entspannen. Gebt euch Zeit, euch im wahrsten Sinne des Wortes aufzurichten, euch zu strecken, durchzuatmen und in die Ferne zu schauen. Das entspannt Körper und Geist. Ganz konkret heißt das: Zwischen Online-Veranstaltungen (und kommen sie noch so spannend daher) plant eine Pause von mindestens 10 Minuten ein. Traut euch, Blocker in den Terminkalender zu setzten, an denen ihr andere Arbeit macht oder einfach nicht zu erreichen seid. Es kommt doch auf’s Ergebnis eurer Arbeit an, nicht darauf ob ihr 24/7 online wart!

P.S.: Auch informelle Treffen können eine wunderbare Form sein, um Verbundenheit zu schaffen oder zu halten: Eine freiwillige regelmäßige Coffee-Corner (also gemeinsame Kaffeetrinken „in der Küche“), ein gemeinsames Mittagessen oder der Feierabend-Drink sind möglich. Das einzige Ziel ist dann, die Verbindungen zu pflegen. Eine Dramaturgie ist dann nicht nötig, es braucht nur jemanden, der regelmäßig als Host da ist. Und… es ist erstaunlich, wie wohltuend dieses „chitchat“ in Zeiten von Homeoffice ist!

Viel Spaß bei Euren Online-Formaten!

Wollt ihr mit Eurem Team den nächsten Level der virtuellen Zusammenarbeit erreichen? Dann ist das Remote Leadership Programm eine tolle Gelegenheit, das schnell hinzubekommen. Sei dabei, hier gibt es weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung >>

Ist Führung heute out oder anders? Der Online-Talk

Führung

Ist Führung heute out oder anders? Wir gehen auf den Prüfstand!

Für den VDI Berlin Brandenburg fragen Dr. Phil. Justinus Pieper und ich „ist Führung heute out oder anders?“

Wir gehen in den Diskurs miteinander und mit Ihnen und stellen Führung vor dem Hintergrund der rasant voranschreitenden Digitalisierung auf den Prüfstand:

  • Welche Führungsmethoden sind sinnvoll und hilfreich?
  • Was können wir von historischen Führungspersönlichkeiten auch heute noch lernen?
  • Wie passen Führung und Selbstorganisation zusammen?
  • Und natürlich werden wir auch schauen, was Führung aus dem Homeoffice für Herausforderungen bringt und wie man denen begegnen kann!

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen. Kommen Sie gerne vorbei – auch wenn Sie kein VDI-Mitglied sind!

Dies ist ein ONLINE-Event am 28.05.2020 von 19:00-21:00.

Zur Anmeldung über den VDI geht’s hier entlang >>

Mein Gesprächspartner:
Dr. phil. Justinus Pieper begeistert für nachhaltige Managementstrategien auf ethischem Fundament – versehen mit dem Gütesiegel der Geschichte. Er ist für mittelständische Unternehmen (u.a. Gindele GmbH) ebenso tätig wie für internationale Konzerne (u.a. Audi AG, Siemens-Nokia, Mast-Jägermeister SE), Stiftungen (u.a. Konrad-Adenauer-Stiftung), Kammern (u.a. IHK Karlsruhe), Vereine und Verbände (u.a. VDI, VBI, VBKI). 2016 Lehrpreisträger der Beuth Hochschule für Technik Berlin, bis Juli 2019 Gastprofessor an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, Initiator und Moderator der Reihe „We meet Business“, Träger des FinAF-Preises (in Kooperation mit IfKom) für ethisch-nachhaltiges Führen 2020. http://www.erfolgsgeschichte.net/

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Dem Team Orientierung geben – so funktioniert’s

Orientierung geben

Für Führungskräfte und Teams stellt sich immer wieder die Frage: was gibt uns Orientierung – gerade in der schnelllebigen und komplexen Arbeitswelt

Schnell mal eine Vision auf einen Zettel pinseln, die verkünden und dann ist das schon genug Orientierung? Dass es ganz so einfach ist, stelle ich immer wieder in Team- und Organisationsentwicklungsprozessen fest. Was sind eigenlich „gute“ Orientierungspunkte? Wie können Mitarbeiter*innen andocken? Wie entsteht aus einer zunächst vielleicht nur rudimentären Vision eigentlich Bewegung?

Häufig braucht es – gerade in hierarchisch organisierten Unternehmen – einen Impuls der Führungskraft

Davon ausgehend kann gemeinsam mit dem Team eine tragfähige Vision entstehen, an der sich alle gemeinsam ausrichten können. Wenn jeder die Möglichkeit hatte, daran mitzuarbeiten und einzubringen, was ihm sinnvoll erscheint, entwickeln Bilder und Worte häufig Sogkraft für die Akteure. Es kommt Bewegung ins Spiel. Wie wir das ganz praktisch angegangen sind, beschreiben Michael Greulich, Leiter der Testplattform bei der ALDB GmbH und ich in zwei BLOG-Beiträgen auf XING Executive:

Die Perspektive der Führungskraft gibt’s hier >>

Die Perspektive der Organisationsenwicklerin gibt’s hier >>

Und wer noch mehr zum Thema wissen will, und wie das Thema „Visionen erarbeiten“ in einen Teamentwicklungsprozess eingebunden ist, dem sei mein Buch „Der Balanceakt zwischen Führung und Selbstorganisation“ ans Herz gelegt!

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Der Balanceakt zwischen Führung und Selbstorganisation

Führung und Selbstorganisation

Verantwortung neu verteilt: Herausforderungen für Teams und Führungskräfte

Durch die zunehmende Digitalisierung befeuert suchen hierarchisch organisierte Unternehmen eine neue Balance zwischen Führung und Selbstorganisation. Wie kann das gelingen?

Die Führungskraft als Initiator der Transformation

Der technologische Wandel fordert von hierarchisch organisierten Unternehmen mehr Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft. Eine neu ausbalancierte Art der Führung und Selbstorganisation soll dies ermöglichen – ungewohntes Terrain für viele Führungskräfte und Teams. Die paradoxe Aufgabe für die Führungskraft: Meist muss sie den Wandel initiieren, Orientierung geben und sukzessive Verantwortung abgeben. Wie kann sie mit dem Team Fahrt aufnehmen? Welche Fähigkeiten müssen die Akteure schärfen, um zu einem souveränen Zusammenspiel zu finden?
Diese Fragestellungen beleuchte ich vor dem Hintergrund einer systemisch orientierten Sichtweise anhand von Praxissituationen. Ich gebe Führungskräften im mittleren Management und Teams einen Kompass an die Hand, der sie Schritt für Schritt zu einer neuen Zusammenarbeit führt.

Das Buch ist etwas für Praktiker

Es enthält Fallbeispiele, konkrete Methoden und Modelle und gibt viele Anregungen, wie Sie als Führungskraft eine Initialzündung für die Transformationen geben können. Was das für die eigene Rolle und Haltung bedeutet, und wie mit dem Team weiter gearbeitet werden kann.

Das zentrale, im Buch vorgestellte und von mir entwickelte MEER-Modell können Sie hier herunterladen, um es für die Arbeit mit Ihrem Team zu verwenden.

Die Daten zum Buch

Erscheinungsjahr 2019. 83 Seiten, mit 3 Abbildungen und einer Tabelle, kartonierte Ausgabe
Print: € 12,– D, € 13,– A
eBook: € 9,99 D, € 10,30 A
ISBN 978-3-525-40673-1
Erschienen bei Vandenhoeck und Ruprecht in der Reihe Leben. Lieben. Arbeiten: systemisch beraten
Das Buch „Der Balanceakt zwischen Führung und Selbstorganisation“ kann hier bestellt werden >>

 

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Fragen machen klug und stärken die Eigenverantwortung

Fragetechniken

Fragen machen klug, das weiß doch jedes Kind

Schon Ernie und Bert haben uns beigebracht, „wer nicht fragt bleibt dumm“. Das Schöne ist, wenn Fragen gestellt werden, können der Fragende und auch der Gefragte gleichermaßen dazu lernen. Und das ist insbesondere dann interessant, wenn sich Unternehmen wünschen, dass Mitarbeiter mit mehr Eigenverantwortung bei der Sache sind. Doch wie frage ich wirksam? Gibt es einen Fragen-Fundus? Die kluge Antwort vorweg: Ja, natürlich! Hier!

Viele Führungskräfte suchen im Coaching den Schlüssel zu mehr Eigenverantwortung der Mitarbeiter

Sie wünschen sich im Rahmen der Führung und Zusammenarbeit eine Fehler- und Problemlösungskultur, in der die Fachexperten eigenverantwortlich Missstände ansprechen und zur Lösungsfindung beitragen. Um dies zu erreichen, mache ich immer einen Exkurs zu den Fragetechniken. Diese helfen, zu neuen Optionen zu kommen und die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu stärken. Mit  Hilfe von Fragen wird das üblicher Weise Unausgesprochene aufgedeckt: Einschätzungen, Ideen, Grundannahmen, Glaubenssätze, Werte der Personen kommen an die Oberfläche und können für eine (gemeinsame) Lösungsfindung herangezogen werden.

Den Soll-Zustand ins Visier nehmen

Meist ist es hilfreich, zunächst einen wünschenswerten Soll-Zustand („wie ist der Zustand, wenn das Problem nicht mehr existiert“) zu formulieren. Dadurch wird ein Lösungsfokus aufgemacht und der Kontext geklärt, innerhalb dessen nachgedacht werden soll. Davon ausgehend können die Beteiligten ihre Kompetenz und ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit, und auch eigene mögliche neue Verhaltens- bzw. Herangehensweisen für die Zukunft ins Spiel bringen.

Den inneren Experten in den Hintergrund stellen

Die Herausforderung für viele Führungskräfte ist in diesem Zusammenhang, ihr Vertrauen in die Fähigkeiten und die Leistungsbereitschaft der Menschen in den Vordergrund, und ihren eigenen inneren Experten (der bereits eine Lösung im Kopf hat) in den Hintergrund zu stellen. Statt selbst einzugreifen (eine Lösung vorzuschlagen) können sie den Lösungsfindungsprozess mit klärenden oder anregenden Fragen und mit der Haltung des Nichtwissenden befeuern.

Genereller Tipp

Gut zuhören und einzelne Aspekte aus der Antwort aufgreifen und daran die nächste Frage ausrichten, statt „immer wieder ein neues Fass aufzumachen“. Z.B.
Führungskraft (FK): Wie würdest Du denn herangehen?
Mitarbeiter (MA): Ich würde zunächst ein Feinkonzept erstellen
FK: Aha, ein Feinkonzept. Wofür ist das denn wichtig?
MA: Damit ich eine höchstmögliche Sicherheit gegenüber dem Kunden habe
FK: Was würde Dein Kollege xy (ein wohlgesonnener Experte) sagen, wie wichtig das mit der Sicherheit ist?

Fragen über Fragen. Der Fragen-Fundus im Kontext Führung und Eigenverantwortung

Zum Ausdruck auf A3 habe ich den Fragen-Fundus zusammengestellt. Den können Sie sich hier herunterladen >>

Fragen-Fundus

>> Wenn Sie im geschützen Rahmen mal Fragen fragen möchten, dann schauen Sie hier >>

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Mehr Freiraum im Kopf – ein Baustein für die Arbeit 4.0 – Teil2 Fokus

Freiraum braucht Fokus

Fokus: das „wilde Hündchen im Kopf“ beruhigen

Angenommen, Sie haben meinen Rat aus Teil 1 dieses Beitrags zum Thema „Mehr Freiraum im Kopf“ beherzigt, und das Handy in der Tasche gelassen, und den E-Mail-Client abgeschaltet, als Sie beschlossen haben, den Fokus auf ein wichtiges Schriftstück zu setzen. Doch schon nach kurzer Zeit merken Sie, dass trotz allem in ihrem Kopf ein „wildes Hündchen hin und herspringt“, und etliche störende Gedanken ihrer konzentrierten Arbeit dazwischenfunken. Vielleicht begegnet Ihnen das wilde Hündchen sogar nach Feierabend und verschafft Ihnen ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, was Sie heute alles nicht geschafft, und morgen „vor der Brust“ haben. Kein Wunder. Fokus will geübt sein. Auch dieses Phänomen bespreche ich mit meinen Kunden oft im Coaching und rege durch erste Übungen an. Denn ich verstehe Coaching als eine systemische, ganzheitliche Unterstüztung für Sie in Ihrem (Berufs-) Leben, und deshalb gehört dieser Aspekt für mich auch dazu.

Tipp 2: Fangen Sie gleich bei sich an – Freiraum braucht Fokus

Wir sind im Grunde ständig damit beschäftigt, zwischen Vergangenheit und Zukunft gedanklich hin- und herzuspringen. Mit Konzentration hat das nicht viel zu tun. Und dazu kostet uns das, wie in Tipp1 beschrieben, Gehirnleistung und Energie, und verursacht im Dauerbetrieb im schlimmsten Fall Stress und Verspannung. Prof. Dr. Michalsen empfiehlt in seinem Buch „Heilen mit der Kraft der Natur“ meditative Praxis, um das  „wilde Hündchen im Kopf“ zu beruhigen. Die Folgen sind körperlich spürbar, indem z.B. Verspannungen reduziert werden. Auf der kognitiven Ebene wird Fokus möglich, und es entstehen zusätzlich wieder „Ideen-Feuerwerke“ dadurch, dass Sie auf Ihrer Festplatte im Hirn Staub gewischt haben. Einige Beispiele für meditative Praxis:

  • Yoga als „Meditation in Bewegung“ finden Sie adaptiert an unseren westlichen Lebensstil in verschiedenen Spielarten, vom klassischen Hatha-Yoga über Iyengar bis hin zu den dynamischen Stilen wie Ashtanga oder Vinyasa Flow. Ich habe beispielsweise seit vielen Jahren meine Heimat im Vinyasa gefunden, und praktiziere wöchentlich und hin und wieder in Retreats u.a. bei meiner wunderbaren Lehrerin Stine.
  • Weitere Meditation in Bewegung sind z.B. Qi-Gong oder Tai Chi. Auch hier geht es wie beim Yoga darum, die Konzentration (meist über die Atmung und achtsame Bewegungen) nach innen zu lenken und zu lernen, den Fokus zu halten.
  • Sitzende Meditation erfordert Übung und nicht zuletzt Geduld mit sich selbst. Eine tägliche Praxis kann sehr zu Wohlbefinden und Gesundheit beitragen, indem das Körperbewusstsein geschult, oder die Gedanken beobachtet werden (z.B. im MBSR). Manch einer empfindet auch die spirituelle Komponente als Bereicherung, wie sie beispielsweise in Buddhistischen Zentren mit einfließt.

Welche Meditative Praxis die passende für Sie ist, sollten Sie für sich ausprobieren, da gibt es kein Patentrezept. Beginnen Sie am besten Ihre Praxis unter Anleitung in einer Gruppe. Die meisten Anbieter bieten Probestunden an, sodass Sie ein Gespür bekommen können, ob Ihnen die Richtung zusagt. Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl…

Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und üben Sie, den Fokus zu halten. Ihr Körper wird es Ihnen danken. Und wenn die Zeit fehlt, sollten Sie den Tipp 1 lesen…

Hier geht’s lang zu Tipp 1: Multitasking ist Gift für den Freiraum im Kopf >>

Hier geht’s lang zu Tipp 3: Rituale bringen Teams mehr Freiraum im Kopf >> verfügbar ab Montag 05.03.2018

Intensiv-Coaching auf Kreta

Intensiv-Coaching auf Kreta

Klären. Zentrieren. Entscheiden. Ihr Intensiv-Coaching auf Kreta

Ich lade Sie ein an die Südküste Kretas: Hier können Sie in Ruhe und mit meiner Unterstützung Ihr berufliches Anliegen klären. Dieses Intensiv-Coaching unter vier Augen wird Ihnen dazu dienen, eine Standortbestimmung zu machen, und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Kreta, die Insel mit rauen Felsen, viel Grün, glasklarem Meer und besonderen Kraftplätzen bietet mit seinen Gegensätzen einen wohltuender Platz dafür!

Das Coaching wird Sie darin bestärken, Ausgewogenheit zwischen inneren Bedürfnissen und äußeren Anforderungen herzustellen, und neue Kraft, Zuversicht, positive Sichtweisen und konkrete Pläne zu gewinnen.

Die Plätze für das Intensiv-Coaching sind begrenzt, deshalb melden Sie sich schnell. Wir können dann Details klären.

Mögliche Themenschwerpunkte sind:

  • Unternehmerische (strategische) Entscheidungen vorbereiten und damit verbundene Auswirkungen und mögliche Handlungsoptionen aufdecken,
  • Klarheit erreichen, wie Sie beruflich stürmische Zeiten und Veränderungen bewältigen,
  • Ihre  Führungsrolle beleuchten; Ihre Werte und Ihren Handlungsspielraum neu erfahren und Ihren Führungswerkzeug-Koffer auffüllen,
  • Klärung, wie Sie Ihren Karriereweg weiter gehen wollen,
  • das persönliche Auftreten verbessern (in Rede und Körpersprache),
  • Wege aus einer beruflichen Überlastungssituation finden.

Der Ort

Meer, Wind und pralle Vegetation sind in Triopetra allgegenwärtig und inspirieren, loszulassen, ausgetretene Pfade zu verlassen, und Neues für sich zu entdecken.

Triopetra

Coaching

Intensiv-Coaching in der Natur

In einem Haus mit blühendem Garten und schattiger Terrasse können wir konzentriert in der uns umgebenden Natur arbeiten.

Was Sie erwartet und wie wir arbeiten

Ich setze im 4-Augen-Coaching auf die bewährten Instrumente aus systemischem Coaching und Change-Management, und ergänze sie passend zu Ihrem Anliegen z.B. um folgende Aspekte:

  • Aufmerksamkeitsfokussierende Rituale und Wahrnehmungsschulung, (z.B. wenn es auch um Überlastungs-Themen geht),
  • Einbeziehung der Natur, z.B. bei gemeinsamen leichten Wanderungen oder dem Besuch von Kraftplätzen,
  • Kreativtechniken,
  • Rollenarbeit aus Improvisation (z.B. wenn es um Ihr Auftreten geht).

Zusätzlich werden Sie über das 4-Augen-Coaching hinausgehende weiterführende Aufgaben dabei unterstützen, intuitiv zu neuen Erkenntnisse zu kommen und/ oder das zu verankern, was Sie für sich herausgefunden haben. Dies können Beobachtungen sein, denen Sie beispielsweise bei Wanderungen in der Natur in Ihrer freien Zeit allein nachgehen, oder Kreativarbeit.

Anmeldung und Investition

Die Plätze für das Intensiv-Coaching sind begrenzt, deshalb melden Sie sich schnell. Wir können dann Details klären.

Sie können Ihren individuellen Zeitraum buchen zwischen dem 02. und 21. Oktober 2018. Folgende Paketpreise gelten dafür:

Paket A: 3 Coaching-Tage mit jeweils 3 Stunden Intensiv-Coaching/ Tag inkl. Zielklärung und Abschlussgespräch € 1.300,- zzgl. MwSt.

Paket B: 5 Coaching-Tage mit jeweils 3 Stunden Intensiv-Coaching/ Tag inkl. Zielklärung und Abschlussgespräch € 2.000,- zzgl. MwSt.

Beide Pakete enthalten zusätzlich folgende Leistungen:

  • Fragebogen zur Vorbereitung Ihres Intensiv-Coachings auf Kreta
  • Telefonisches Vorgespräch 30 Min.
  • Weiterführende Aufgaben vor Ort (s.o.)
  • Telefonisches Follow-Up ca. 1 Monat nach Ihrer Rückkehr nach dem Coaching, ca. 30 Min.

Unterkunft, Verpflegung und Anreise ist nicht Bestandteil der Leistung. Wenn Sie sich für das Coaching interessieren, bekommen Sie von mir ausführliche Informationen zu allen organisatorischen Fragen rund um’s Ankommen, Wohnen und die Gegebenheiten vor Ort.

Hinweis: Sie können natürlich gerne den Aufenthalt verknüpfen mit einem Urlaub und entsprechend Ihre Zeit dort verlängern.

Kommen Sie vorbei, ich freue mich auf die Arbeit mit Ihnen!

Mehr Freiraum im Kopf – ein Baustein für die Arbeit 4.0

Freiraum im Kopf

Rauschen statt Freiraum im Kopf?!

Immer mehr Führungskräfte kommen angesichts der gefühlten Geschwindigkeit dieser VUKA-Welt zu mir ins Coaching und berichten über zu wenig Zeit und Überlastung. „Mein Hirn rast nur noch“ oder „ich habe zu wenig Zeit für Familie und Hobbies“ sind noch die harmloseren Feststellungen, die sie treffen. Oft berichten sie auch fast mit einer gewissen Selbstverständlichkeit von Symptomen, die sie seit längerem begleiten: Rückenschmerzen, schlechter Schlaf, Magenbeschwerden. Die Liste ließe sich verlängern…

Und genau deshalb ist es mir ein Anliegen, Sie mit einigen Werkzeuge (und zwar keine Raketenwissenschaft), für mehr Freiraum im Kopf zu inspirieren. Los geht’s…

Bitte nicht stören – in der Ruhe liegt die Kraft

Ich habe in meinem Leben einige „Weisheiten“ auf den Weg bekommen, die ich heute mit Argwohn betrachte. „In der Ruhe liegt die Kraft“ ist jedoch eine, die  ich in dieser komplexen Arbeitswelt zunehmend zu schätzen weiß: In diesem Glaubenssatz steckt für mich die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und Ruhe im Sinne von Stille zu praktizieren. Und damit beginnt auch Freiraum im Kopf. Doch wie funktioniert es im Angesicht der sowieso schon knappen Zeitressourcen?

Tipp 1: Multitasking ist Gift für den Freiraum im Kopf

Während ich diesen BLOG-Eintrag schreibe, ist mein Mail-Client aus! Warum? Ich praktiziere abschnittweise Monotasking, um nicht über einen meiner vielen Informationskanäle gestört zu werden. Allein durch die konsequente Anwendung des „Tools“ Monotasking kann ich den Fokus auf das Wesentliche halten und gewinne fast automatisch Zeit bei Arbeiten, die viel Konzentration erfordern. Laut Earl Miller, Professor der Neurowissenschaften vom Massachusetts Institute of Technologie reduziert Multitasking unsere Produktivität um bis zu 40%. Übersetzt heißt das z.B., wenn wir uns bei einer 5-Tages-Arbeiswoche täglich nur jeweils eine Stunde auf eine Sache konzentrieren, können wir bis zu zwei Stunden gewinnen oder einfach mehr schaffen. Zeit, die wir nutzen können, mit der Familie zu Abend zu essen, Sport zu treiben oder konzentriert Mitarbeiter-Gespräche zu führen. Das liegt daran, dass die Energie auf die wirklich wesentliche Aufgabe konzentriert wird, statt durch das gedankliche Hin-und herspringen zwischen verschiedenen Tätigkeiten Müll im Hirn zu produzieren.

So organisieren Sie sich Freiraum im Kopf:

  • Störungen bewusst aussperren: Geschlossene Tür, Facebook, E-Mail-Client, Telefon aus, wenn Sie konzentriert an einer Sache arbeiten wollen. Geht nicht? Ich behaupte: Doch, wenn die anderen wissen, dass Sie es tun.
  • Dinge zu Ende tun, d.h. eine Sache nach der anderen bearbeiten und kleine Pausen zum Luftholen dazwischen einbauen. Hierbei kann auch eine schriftliche Liste von Aufgaben mit Prioritäten helfen.
  • Handy aus und in der Tasche lassen, besser sogar in einem separaten Raum deponieren, wenn Sie in wichtigen Gesprächen oder Meetings sind. Schon die Anwesenheit eines Handys auf dem Tisch veranlasst das Hirn ständig zwischen dem eigentlich wichtigen Thema und dem Handy hin- und herzurasen. D.h. die kognitiven Fähigkeiten werden beeinträchtigt, und die Aufmerksamkeit sinkt. Da brauchen Sie noch nicht einmal aktiv etwas mit dem Handy tun. Das stellten Wissenschaftler um Adrian F. Ward der Universität Texas in einer Untersuchung fest. Und Hand auf’s Herz: die SMS „Bin im Meeting“ hat zudem einen gegen Null gehenden Informationsgehalt für den Empfänger.

Pflegen Sie Ihr Hirn durch Monotasking. Es wird es Ihnen danken! Und wenn es doch noch rauscht, dann sollten Sie unbedingt den zweiten Tipp lesen…

Hier geht’s lang zu Tipp 2: Fangen Sie gleich bei sich an – Freiraum braucht Fokus

Hier geht’s lang zu Tipp 3: Rituale bringen Teams mehr Freiraum im Kopf >> verfügbar ab Montag 19.02.2018

Die kollegiale Fallberatung – ein Baustein für die Arbeit 4.0

Kollegiale Fallberatung

Andere für sich mit-denken lassen bei der kollegialen Fallberatung

Teams und Führungskräfte haben vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass sie sprichwörtlich gesehen „den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen“. Die Folgen sind häufig Feststecken in Sackgassen, Ratlosigkeit manchmal sogar Ärger oder Verzweiflung und Stress, weil die vielen Versuche, die schon gestartet wurden, nicht zum gewünschten Ergebnis führten. Ein Ausweg ist dann, das Wissen, die Erfahrung und Intuition von Kollegen zu nutzen, und sich damit „auf andere Gedanken zu bringen“. D.h. Fragestellungen und Problemzonen werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, sowohl wohlwollend wie auch kritisch, um darüber Entwicklung in Gang zu bringen. Ein probates Mittel dazu ist die kollegiale Fallberatung, manchmal auch „Rat der Weisen“ genannt. Insbesondere für selbstorganisierte Teams ist dieses Instrument hilfreich, um ihre Zusammenarbeit auf guten Boden zu stellen.

„Ich habe schon mit dem Kollegen bei einem Bier über das Thema gesprochen und bin erstaunt, was jetzt in diesem recht einfach durchzuführenden Prozess für ihn als Lösung herausgekommen ist – darauf sind wir zuvor nicht gekommen in unserem Gespräch“ sagt ein Teamleiter nach einer moderierten Session einer kollegialen Fallberatung.

Die kollegiale Fallberatung – so funktioniert’s in 7 Schritten

Es gibt einen Fallgeber, einen Moderator und den Ideen gebenden Kollegenkreis, also den Rat der Weisen.

Kollegiale Fallberatung in 7 Schritten

1. Das Anliegen beschreiben

Der Moderator bittet den Fallgeber, sein Anliegen, für das er eine Lösung sucht zu beschreiben. Dabei versucht dieser, sich auf prägnante Aussagen zu beschränken, um den Zuhörenden ein gutes Bild zu vermitteln, worum es geht. Es können sowohl „harte Fakten“ wie auch Gefühle und weitere schwer greifbare „Phänomene“ eine Rolle spielen. Der Moderator fragt ggf. nach und hilft beim Sortieren der Gedanken. Erfahrungsgemäß dauert das 5-7 Min. Während dieser Zeit formuliert der Fallgeber auch eine erste Version seiner zentralen Frage, über die die Kollegen sprechen sollen, der Moderator notiert diese auf einem Flipchart. Während dieser Phase sprechen nur Fallgeber und Moderator; die Kollegen hören schweigend zu.

2.    Klärende Fragen stellen

Der Kollegenkreis stellt nun Verständnisfragen. Was brauchen die Beratenden, damit sie ein gutes Bild haben, worum es geht? Ggf. ist es wichtig nochmal beteiligte Personen, Zeiträume und bereits probierte Lösungen zu erfahren. Auch diese Phase dauert ca. 5-7 Min.

3.    Die zentrale Frage formulieren

Der Fallgeber wird von der Moderation angeregt, nochmal über seine zentrale Frage nachzudenken. Häufig werfen bereits die Rückfragen ein neues Licht auf den Fall und der Fallgeber hat das Bedürfnis, seine Frage umzuformulieren. Diese Veränderung wird auf dem Flipchart notiert. Auch hier heißt es für die Kollegen wieder: Schweigen! Bevor nun der nächste Schritt folgt, bittet der Moderator den Fallgeber, sich mit dem Rücken zu den Kollegen zu setzen, es wird also ein Wahrnehmungs- und Interaktionskanal gekappt – der Fallgeber kann nur noch hören (und nicht mehr sehen), wie sich die Kollegen unterhalten und kann nicht mehr direkt reagieren.

4.    Bestärken und würdigen

Bevor nun alle im Rat der Weisen loslegen „und es besser wissen“ und dem Fallgeber ihre Ideen um die Ohren schleudern, geht es darum, das zu würdigen, was bereits an hilfreichen, anerkennenswerten und wertvollen Gedanken, Lösungsansätzen und Initiativen sichtbar wurde. „Es war wichtig, diese Phase zu haben“ sagt ein fallgebender Teamleiter, „denn dadurch habe ich erkannt, wie ich mich bereits für das Thema engagiert habe und das hat mich gestärkt und dafür offen gemacht, was die Kollegen nachfolgend für Ideen gebracht haben!“. Für den Kollegenkreis ist es wichtig, mit „Herz und Verstand“ das zuvor gehörte Revue passieren zu lassen, die Beiträge der anderen Kollegen nicht zu zerreden. Eine hilfreiche Eselsbrücke für diese und die nachfolgende Phase ist, an das zuvor gesagte mit einem (ggf. laut ausgesprochenen) „“ja, genau, und…“ anzuschließen. Während dieses Schrittes hört der Fallgeber mit dem Rücken zu den Kollegen zu, ggf. macht er sich Notizen. (ca. 5-7 Min.)

5.    Hypothese, Ideen, Lösungsansätze aussprechen

Auch in diesem Schritt muss der Fallgeber still zuhören anstatt zu erklären oder zu kommentieren. Das fällt vielen nicht leicht, obwohl sie mit dem Rücken zu den Kollegen sitzen. Hier ist der Moderator gefragt: Konsequentes darauf hinweisen, dass es jetzt darum geht, einfach zuzuhören ist hilfreich! Die Kollegen breiten nun für einige Minuten aus, was ihnen durch den Kopf geht. Einige Regeln sind dafür hilfreich, für ihre Einhaltung sorgt die Moderation:

  • Das Beratungsteam greift das zuvor Gehörte durch Begriffe, Umschreibungen und Schlüsselworte des Fallgebers auf,
  • die Teilnehmenden sprechen hypothetisierend, offen und suchend und in der Möglichkeitsform („es könnte sein, dass…“, „es könnte bedeuten, dass…“),
  • sie sprechen offen, persönlich und respektvoll,
  • und würdigen die Ideen der anderen Ratsmitglieder (kein Widersprechen oder Durchdiskutieren, eher das Gesagte aufgreifen und ergänzen/ erweitern durch „ja, genau, und…“)

Die Moderation kann in dieser Phase auch ihre Gedanken mit einbringen, muss dies jedoch nicht tun und achtet stattdessen nur darauf, den Gedankenfluss in Gang zu halten. Wenn sie merkt, dass die Beiträge langsam verebben, beendet Sie das Gespräch und lädt den Fallgeber wieder dazu ein, zur Gesamtrunde dazuzukommen und sich den anderen zuzuwenden. (ca. 15-30 Min.)

6.    Reflektieren

Der Moderator fragt nun den Fallgeber, welche hilfreichen Informationen bei dem Gehörten für ihn dabei waren. Ggf. ermuntert er zum Nachdenken durch die Frage „was noch?“. Nun ist der Rat der Weisen gefordert, still zuzuhören! „Das ist gar nicht so einfach gewesen“, sagt ein Teilnehmer im Nachgang, „ich hätte noch 100 Ideen gehabt, damit eine noch bessere Lösung herauskommt…“ Doch darauf kommt es nun nicht mehr an! Wichtiger ist, dass der Fallgeber seine Erkenntnisse nochmal formuliert.

7.    Fazit

Vielfach verschmelzt dieser Schritt mit dem vorhergehenden:  Die Moderation ermuntert beispielsweise zu formulieren, was die ersten 1-3 Schritte sind, die er nun für sich ableitet. Und wenn das ausgesprochen ist, ist die Sache i.d.R. mehr als rund für die Fallgeber! Also erübrigt sich auch jegliches weitere Kommentieren, Zerreden und mit weiteren tollen Ideen bombardieren. Der Fallgeber soll für sich entscheiden, was er für sich mitnimmt und ausprobieren möchte. Sei es gedanklich oder in Form von konkreten Handlungen.

Bei Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie bitte…

  • Es ist nicht die Aufgabe des Rat der Weisen „die eine richtige Lösung“ zu präsentieren sondern vielmehr Angebote an alternativen Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu „schenken“, aus denen der Fallgeber das für ihn passende Angebot heraussuchen kann.
  • Die Kunst für die Kollegen besteht darin, zu schenken und die Verantwortung für das, was mit dem Geschenk gemacht wird, beim Fallgeber zu lassen!
  • Fallgeber und Kollegen werden erkennen, dass ihre Offenheit möglicher Weise Mut erfordert, sich jedoch ein sehr tief gehendes Verständnis und Verbindung untereinander entwickelt. Das ist insbesondere für selbstorganisierte Teams von großem Wert

Wie führen Sie kollegiale Fallberatung in Ihrem Team ein?

Fangen Sie in kleinem Kreis mit vertrauten Kollegen an und werten Sie anschließend die Erfahrungen aus. Hilfreiche Auswertungsfragen sind: Wie hat sich Fallgeber, wie das Beraterteam gefühlt mit der Methode? Was ist schwer, was leicht gefallen? Was waren Wendepunkte und Erkenntnisse? Oftmals ist es auch hilfreich, für die ersten Durchführungen eine mit der Methode versierte Moderation dazuzubitten.

Wünschen Sie eine Moderation im Rahmen der kollegialen Fallberatung? Schauen Sie hier >>