Agiles Management – Experten sprechen über Anfänge und Entwicklung

STUDITEMPS 11.2016:

Wie entwickelt sich agiles Management in Deutschland? Der Personaldienstleister STUDITEMPS fragte mich und vier anderen Expert/innen zum Status Quo und der Entwicklung. Ein spannender Beitrag, der viele verschiedene Perspektiven einfängt.

Wie ist Agiles Management in Deutschland aufgenommen worden?

„Flache Hierarchien, gemeinsame Meinungsbildung und Entscheidungsfindung und vor allem die feedback-orientierte Projekt- und Unternehmensentwicklung finden sich insbesondere in jungen, stark technologiegetriebenen Unternehmen. Auf der anderen Seite stehen alteingesessene Firmen z.B. in der Industrie der Idee, Führung zu verändern und Hierarchie abzubauen und mehr Selbstorganisation und damit Verantwortung in Teams zu verlagern noch kritisch gegenüber. ..”

Den vollständigen Beitrag Teil 1 können Sie hier lesen >>

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>> Mehr Impulse für die Arbeit 4.0 finden Sie hier >>

Die Retrospektive – Ein Baustein für die Arbeit 4.0

Retrospektive

Durch die auf Teams einprasselnden Anforderungen in Projekten oder im Rahmen der laufenden Arbeit ist es wichtig, sich gemeinsam gewahr zu werden, wie die Zusammenarbeit funktioniert und wie gut das Team auf Veränderungen reagieren kann. So sind gemeinsames Lernen und eine hohe Leistungsfähigkeit möglich. In selbstorganisierten Teams ist die Retrospektive das „Werkzeug“, das dazu dient, regelmäßig die Arbeit zu überprüfen. Aber auch jedes andere Team kann von dieser Rückschau profitieren.

 

So funktioniert die Retrospektive

Dauer: 45-60 Min.
Rahmenbedingungen: Moderator/in, Moderationsmaterial, Raum
Vorbereitung: Ein Flipchart oder eine Pinnwand mit der Metapher Segelboot-Anker-Eisberg (siehe Graphik)

Erfahrungen einsammeln

Die Moderation erläutert die vorbereitete Pinnwand: Um die nächste Etappen gut gemeinsam meistern zu können und den richtigen Kurs zu finden, ist es wichtig, gemeinsam zu reflektieren:

  • Was war für und als Mannschaft der Wind in den Segeln (was hat uns gut voran gebracht)?
  • Was waren die Anker, die uns festgehalten haben (und uns gehemmt haben, die Ziele zu erreichen)?
  • Welche gefährlichen Klippen und Eisberge haben wir umschifft (über die wir uns freuen und woraus wir lernen können)?

Bitten Sie die Teilnehmer/innen zu jedem Aspekt Ihre Eindrücke möglichst konkret auf Karten oder Klebezetteln zu sammeln. Wenn nach ca. 3-5 Min. alle damit fertig sind, können die Klebezettel von den Teilnehmer/innen nacheinander an das vorbereitete Schaubild geklebt werden. Versierte Teams gruppieren gleich ähnliche Themen. Als Moderator/in können Sie dies gemeinsam auch im Nachhinein machen.

Über Erfahrungen und verschiedene Sichtweisen austauschen

Geben Sie den Teammitgliedern Zeit, sich über die gemachten Erfahrungen, Einschätzungen, Rückschlüsse auszutauschen. Hier spielen individuelle Fähigkeiten, aber auch Bedürfnisse und Beobachtungen eine große Rolle:

  • Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede; gibt es unterschiedliche Auffassungen und wie gehen wir damit um?
  • Was sollten wir ab sofort anders machen, um zukünftig mehr Wind in den Segeln zu spüren und gefährliche Klippen zu umschiffen (also das bereits Gelungene verstärken) und die Anker zu vermeiden (also Hemmnisse zu beseitigen?

Vereinbarungen treffen

Treffen Sie konkrete Vereinbarungen, die machbar sind und ggf. von verschiedenen Teammitgliedern umgesetzt werden können. Verantwortlichkeiten sollten klar sein. Wie wirkungsvoll Sie in der Umsetzung waren, können Sie in der folgenden Retrospektive erkennen.

Viel Spaß bei Ihrer nächsten Retrospektive und dem gemeinsamen Lernen!

>> Wünschen Sie sich Unterstützung bei der Durchführung einer Retrospektive oder wollen Sie ein selbstorganisiertes Team aufbauen? Sehen Sie hier meine Angebote für Teams und Organisationen.

 

Stärkenorientiert führen – Ein Baustein für die Arbeit 4.0

stärkenorientiert führen

Es ist schon merkwürdig mit den Stärken.

Jeder hat welche, jedoch kommen viele von uns ins Stocken, wenn wir danach gefragt werden: Vor unserem geistigen Auge ziehen eher Filmsequenzen vorbei, in denen wir uns schwer taten, und richtig „ackern“ mussten, um weiter zu kommen.

Diejenigen Szenen, in denen wir virtuos, mit Leichtigkeit und Spaß etwas umgesetzt haben, kommen uns vielfach nicht den Sinn. Sie sind „abgehakt“ unter dem Aspekt „ist doch normal, war doch kein großes Ding…“. Dass jedoch dieses „normale“ ein deutlicher Hinweis auf unsere Stärken und Talente sein kann, ist uns nicht bewusst.

Schade. Viel verschenkt.

Denn wenn wir die Gelegenheit hätten, mehr von unseren Stärken, Fähigkeiten und Talenten einzusetzen, könnten wir in dieser schnelllebigen Arbeitswelt nicht nur mehr schaffen, sondern auch mit mehr Leichtigkeit und Freude durchs Leben gehen. Deshalb sollten Sie als Führungskraft auf stärkenorientierte Führung setzen. Denn Sie wollen doch  Innovation, Eigeninitiative und Selbstorganisation, oder?

Hier sind 5 Praxistipps, um Stärken wie Goldnuggets bei sich selbst und ihrem Team zutage zu fördern:

1. Fangen Sie bei sich selbst an

Forschen Sie nach Ihren Stärken und machen Sie sich bewusst, welchen Wert sie für sich selbst und andere haben. Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen:

  • Was ging mir im letzten Monat leicht von der Hand, beruflich oder privat? Was habe ich dafür „eingesetzt“?
  • Was würde ein Freund/ Kollege/ Partner sagen, wo ich in letzter Zeit einen hilfreichen Beitrag geleistet habe? Wodurch genau haben andere dadurch profitiert?
  • Was sind Tätigkeiten, die ich immer wieder selbstverständlich und vor allem sehr gerne übernehme und warum?

„Eigenlob stinkt“ könnten Sie jetzt denken. Lassen Sie den Gedanken einfach beiseite, denn die eigenen Fähigkeiten, Talente, Stärken anzuerkennen ist der beste Weg, um sie auch bei anderen zu „sehen“!

2. Interessen oder Hobbys sind wahre Fundgruben

Suchen Sie bei Ihren Mitarbeiter/innen nach den Interessen, die Ihnen bisher verborgen waren: Verreist sie viel in die ganze Welt, könnte das auf interkulturelle Kompetenz hindeuten. Der Coach einer Handballmannschaft hat Führungserfahrung, die er vielleicht noch nicht im Beruf einsetzt. Spielt sie in einer Theatergruppe könnte das bedeuten, dass sie auch gerne Produktpräsentationen auf der nächsten Messe übernimmt, und damit sich selbst und das Produkt auf der Bühne zum Strahlen bringt.

3. Heben Sie hervor, was gut geklappt hat und zieldienlich war

Denken Sie daran, dass ihre Mitarbeiter/innen genauso Mensch sind, wie Sie selbst. Das was leicht geht, haken sie ggf. schnell als selbstverständlich ab. Wenn Sie eine konkrete Rückmeldung geben, wie beeindruckt Sie über die schnelle und unkomplizierte Reparatur des Messgeräts waren, oder wie souverän er in der Kundenpräsentation auf Rückfragen geantwortet hat, stärkt das nicht nur das Selbstbewusstsein sondern ermutigt auch, diese Fähigkeit zukünftig öfter einzusetzen.

4. Herausfordern und anregen

Haben Sie Fähigkeiten oder Talente entdeckt, die ihre Mitarbeiterin bisher noch nicht eingesetzt hat, vertrauen Sie ihr eine Aufgabe an, bei der sie sich mit genau diesen Talenten ausprobieren kann. Achten Sie darauf, dass die Aufgabe zu bewältigen ist, und bieten Sie Unterstützung für den Bedarfsfall an – Sie wollen sich schließlich zum  Schluss gemeinsam über den Erfolg freuen.

5. Initiieren Sie Feedback im Kollegenkreis

Warten Sie nicht bis zur nächsten Außentagung oder zum Beurteilungsgespräch – ein kleines Feedback-Ritual, z.B.  im Rahmen einer Teamsitzung ist einfach umzusetzen. Dazu vereinbaren Sie eine Feedback-Regel (z.B. „WWW“ Wahrnehmung – Wirkung – Wunsch) und achten auf deren Einhaltung und dass nicht nur kritische Dinge angesprochen werden (siehe 3). Oft sehen die Kolleg/innen einen ganzen Blumenstrauß an Fähigkeiten, weil sie sich untereinander in sehr unterschiedlichen Situationen erleben. So entsteht für alle erlebbar eine prima Landkarte der im Team vorhandenen Stärken. Und mit der gegenseitigen Wertschätzung verstärkt sich das  Vertrauen untereinander.

Fangen Sie gleich an, ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Heben Ihrer Goldnuggets in der Arbeitswelt 4.0!

Was hat Improvisationstheater mit Change-Prozessen zu tun

 

IONen Imprvisationsthater Berlin

Change-Prozesse verursachen Irritation…

… insbesondere dann, wenn die Veränderung “von oben” oder von außen angestoßen wurde, und die Betroffenen nicht Urheber der Idee sind. Welche Dynamiken das mit sich bringt, kennen die Meisten von uns:

Während die Einen noch wie angewurzelt dastehen, fängt der Nächste bereits an, mit hochgekrempelten Ärmeln die Sache anzupacken. Projekte entstehen, Tatsachen werden geschaffen.

Improvisationstheater macht die Dynamiken im Change-Prozess erlebbar

In Workshops oder durch einen Walking Act können typische Reaktionen auf Ungewissheit und der Umgang damit erlebbar gemacht werden. Spielerisch erfahren die Teilnehmer/innen, welcher Veränderungstyp sie sind, oder mit welchen Kommunikation-Tricks Dinge in Gang kommen.

>> Die Gruppe IONen Improtheater Berlin macht Veränderungsdynamik erlebbar. Lesen Sie hier am Beispiel der Picknicker, wie’s funktioniert. >>

>> Wollen Sie Improtheater in Ihren Change-Prozess einbauen? Schauen Sie hier, wie ich Sie als Change-Managerin unterstützen kann >>

>> Möchten Sie einen heiteren und zugleich effektiven Workshop mit Ihrem Team veranstalten? Dann sind Sie auf der Seite Teamcoaching und Moderation richtig >>

 

Workshop: Women Innovation Club

Innovationsmethoden

Powering Innovation!

Kreativ und innovativ sein, Neues in die Welt bringen. Das wünschen sich viele Verantwortliche in Unternehmen von ihren Mitarbeiter/innen und von sich selbst. Doch wie gelingt das neben der täglichen Regelarbeit? Wie lässt sich Überraschendes aufdecken und wie lassen sich später die vielversprechendsten Ideen herausschälen? In unserem Workshop werden wir Innovationsmethoden anwenden, die zu vielfältigen und greifbaren Ergebnissen führen.

Innovationsmethoden für interdisziplinäre Teams

Wir werden einen Blick darauf werfen, was interdisziplinäre Teams besonders befördert, was sie hemmt und wie man mit solchen Innovationsbarrieren umgehen kann. Und wir werden den Raum haben, um uns die Chancen von Frauen in Innovationsprozessen zu vergegenwärtigen.

Dieser Kurzworkshop ist der Auftakt einer Workshop-Reihe, in dem wir vermitteln, wie Sie in Ihrem Alltag als Unternehmensleiterin, Gründerin und Führungskraft die wichtigsten Hebel für eine innovative Kultur im Team und im Unternehmen erkennen und mit speziellen Werkzeugen und Interventionen unterstützen können. Sie bekommen einen reichen Fundus an getesteten Tools und lernen anhand konkreter Praxisbeispiele aus Unternehmen

Ihre Referentinnen- Die Ideenmacherinnen

Antoinette Beckert „Ich bin Coach, Change-Managerin, Ingenieurin. Pragmatisch, mit Entdeckergeist und einer Intuition, die mich selten im Stich lässt.“

Andrea Rohrberg “Ich setze auf die Kompetenzen eines starken Teams bei der Begleitung von herausfordernden Innovations- und Veränderungsprozessen.“

Wann, wo?

Die Veranstaltung, die wir in Kooperation mit dem VDI Berlin-Brandenburg, Arbeitskreis Frauen im Ingenieurberuf durchführen, findet 07.11.2015 13:30-16:30 im Meeet – Räume für Begegnungen, Chausseestr. 86, 10115 Berlin-Mitte statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier >>

>> Die Ideenmacherinnen – hier sehen Sie, was wir sonst zum Thema Innovation auf dem Kasten haben >>

>> Sie wollen einen Workshop mit Ihrem Team durchführen, der Spaß macht und Ergebnisse bringt? Schauen Sie hier >>

So gelingt Innovation – eine Diskussion mit Führungskräften und Coaches

Innovationskultur BWG

Am 13.11.2104 bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen: “So gelingt Innovation – Die beste Ausrüstung für Innovationsteams auf ihrem Hindernislauf” . Annie Kerguenne (HPI), Dr. Chaehan So (Axel Springer Ideas), Diana Riessland (Bombardier Transportations) und Manfred Ostermeier (botscan) diskutierten mit mir, welche Innovationsmethoden für ein Team zum Erfolg führen. Wo sind Unterschiede bei großen und kleinen Unternehmen? Was müssen Führungskräfte leisten, wie hilft Lean Management, wo setze ich Design Thinking ein und ist Innovationskultur gleich Unternehmenskultur  – diese Themen streiften wir mit unseren Experten.

 

Stöbern Sie in den weiteren Angebote zum Thema Innovation:

>> Die Ideenmacher unterstützen Sie bei Ihrem Innovationsprojekt

>> Artikel: Innovation durch Kooperation

>> Das Lernvideo für eine bessere Innovationkultur

 

Innovationskultur – Unser Lernvideo für Führungskräfte

Innovationskultur Beckert-Rohberg

Unser Lernvideo auf www.diplomero.de zum Thema Innovationskultur – Den Boden für wirklich innovative Teams bereiten ist jetzt verfügbar. Führungskräfte und Teams bekommen schnell umsetzbare und praktische Methoden und Tipps an die Hand, um Innovation und Kreativität anzukurbeln. Bekommen Sie einen Eindruck über die Inhalte und greifen Sie zu!

Teams fit machen für Innovationen

teams_fuer_innovation_fit_machen


Innovative Ideen müssen kein Zufallsprodukt sein: Führungskräfte von Innovationsteams können die Kreativität der Mitarbeiter/innen oft schon mit einfachen Kniffs und Tricks anregen. Wie das gelingen kann, und was Sie aus der Sicht der Führung beachten sollten, zeigen wir aus der Sicht des Führungscoachings und der Teamentwicklung in unserem Artikel in der Fachzeitschrift Wirtschaft und Weiterbildung Ausgabe 09/2014 vom Haufe-Verlag. Hier geht es zum Heft.

Podiumsdiskussion: Innovationsprozesse öffnen – von den Erfolgreichen lernen

Diskussion zum Thema Innovation

Quer durch alle Branchen zieht sich der Trend, Unternehmen für Innovationsprozesse zu öffnen – also interne und externe (Wissens-) Ressourcen zu nutzen, um mit attraktiven neuen Produkten schneller am Markt zu sein. Was können Unternehmen, Führungskräfte und Teams von den Erfolgreichen und Trendsettern lernen? Ich diskutierte dies auf der Veranstaltung der Berliner Wirtschaftsgespräche (www.bwg-ev.net ) mit 5 Expert/innen auf dem Gebiet der Innovation. Lesen Sie hier